Coves de Salnitre

??????????????????????????????? Der Montserrat ist ein beeindruckendes Gebirge. Doch was die meisten Personen nicht wissen: Auch sein Inneres beherbergt eine atemberaubende Schönheit. Der gesamte Berg ist durchzogen von Höhlen, die durch Wassereindringung in den letzten Jahrtausenden entstanden sind. Das Wasser, das sich seinen Weg durchs Gestein gebahnt hat, hinterließ Tropfsteinhöhlen wie die Cova de Salnitre, die bekannteste und einzige, dem Publikumsverkehr zugängliche Höhle des Montserrat. Sie gehört zur Gemeinde Collbató. Der Aufstieg zur Höhle beginnt an einem Parkplatz, an dem man für gewöhnlich die Eintrittskarte kaufen kann.

???????????????????????????????Die Höhle ist seit Jahrhunderten bekannt. Es ist dokumentiert, dass die Mönche des Klosters Montserrat im 15. Jahrhundert nachts mit Fackeln den Weg auf sich nahmen, um zur Cova de Salnitre zu gelangen und dort in den Tiefen des Berges Gottesdienste abzuhalten. In der letzten Kammer der Höhle existiert auch eine Tropfsteinformation, die wie eine Madonnenfigur mit dem Jesuskind auf dem Schoss geformt ist und auch den Namen „Madonna von Montserrat“ trägt. Einige Mönche hinterließen ihren Namen und das Datum als Erinnerung an ihren Besuch.

??????????????????????????????????????????????????????????????Während der Besatzung der napoleonischen Truppen bot die Höhle den Bewohner Schutz. Mansuet, ein ehemaliger Schmied aus Collbató, der sich zum Guerrillakämpfer entwickelte, brachte hier die Frauen und Kinder seiner Heimatstadt unter. Ebenso wie eine kleine Waffenschmiede. Lange Zeit bot die Höhle den Menschen Schutz, bis sie durch einen Zufall von den Franzosen entdeckt wurde. Um ein Eindringen der Franzosen und die Festnahme der Menschen zu verhindern, verstellte Mansuet mit einem Gewehr den Eingang und drohte den Franzosen damit, dass wenn sie auch nur einen Fuß in die Höhle setzten würden, er diese einstürzen lassen würde. Als die Franzosen Anstalten machten, die Höhle zu stürmen, warf Mansuet einen Stein hinein. Das Echo des Falls erschreckte die Franzosen so sehr, dass sie von einer Erstürmung absahen und sich zurück zogen, da sie wirklich befürchteten, die Höhle würde einstürzen. So rettete Mansuet seine Leute vor den napoleonischen Truppen.

Viele illustre haben die Höhle besucht.  Antoni Gaudi war einer von ihnen. Ein paar seiner architektonischen Ideen für die Sagrada Familia soll er sich bei den Stalagmiten und Stalagtiten abgeschaut haben. Aber auch Santiago Rusiñol, Ramon Casas und Jacint Verdaguer ließen sich durch die Formen inspirieren.

??????????????????????????????????????????????????????????????Die Höhle an sich besteht aus verschiedenen Kammern voller Tropfsteingebilde. Um in die Tiefe zu gelangen, steigt man den Pou de Diable, der Brunnen des Teufels, hinab. Er ist 16 Meter tief und die Leiter hat 66 Stufen. Es ist der einzige Zugang zu den unteren Kammern. Insgesamt werden bei dem Rundgang acht Kammern und Gänge besichtigt: die Cova dels Ratpenats (Fledermaushöhle), die Cova del Cambril (die Höhle des kleinen Zimmers), die Cova del Elefant (Elefantenhöhle), die Boca de l’Infern (Höllenschlund), die Ous fregits (Rühreier), die Sala de la Verge (Saal der Jungfrau Maria), die Sala dels Elefants (Saal der Elefanten), die Sala de les Barricades (Saal der Barrickaden) bis zum Pavelló de la Verge (Pavillon der Jungfrau Maria). Der Pavelló de la Verge liegt 20 Meter unterhalb des Eingangs.

Viele Stalagtiten sind abgebrochen. Sie wurden von den Besuchern des 19. Jahrhunderts als Souvenir mitgenommen.

Die Höhle ist wie schon gesagt, zu besichtigen. Die Führungen finden jedoch nur auf Katalanisch und Spanisch statt.

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